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© Groupe d'études géopolitiques, janvier 2018.

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UNE CERTAINE IDÉE DE L'EUROPE 

Die erste Debatte auf kontinentaler Ebene

Sechs wichtige europäische Konferenzen im Frühjahr 2018

Für den größten Teil seiner Geschichte war Europa eine Idee.

Es diente dazu, ein tiefes Verlangen nach Zirkulation und Freiheit zu verdeutlichen sowie die Sorge um Unerbittlichkeit und Auseinandersetzung. Wie Marc Fumaroli in einer klassischen Forschung zeigt, mokierte sich die Gelehrtenrepublik über die mehr oder weniger despotischen Regierungsformen, die Europa teilten. In Mailand oder Paris wurde einander leidenschaftlich gelesen, zwischen Brüssel und Wien wurde einander leidenschaftlich kopiert.

 

Obgleich doch Europa heute eine Institution geworden ist, ist es nicht mehr oder immer weniger eine Idee. Die intellektuelle Klasse, die sich für Europa einsetzt, besteht nicht länger aus Intellektuellen, sondern aus ausgezeichneten Rechts-, Verwaltungs-, Management- oder Wirtschaftsexperten. Da stellt sich die Frage: Ist Brüssel zu einer verbotenen Stadt geworden, zu welcher die politische Debatte und deren Moderatoren keinen wirklichen Zugang mehr haben?

Wohl oder übel muss man feststellen, dass ein großer Teil der zeitgenössischen Probleme durch einen international anerkannten intellektuellen Bildungsweg hätte erforscht werden können, ohne die Gelegenheit gehabt zu haben, ein Werk vorzustellen, das aus einigen Vorschlägen die europäische Debatte beleuchtet.

Schlimmer ist, dass niemand den Ton dieser Debatten angibt und dass die Polemik in Europa an die neuen Nationalismen abgeschlagen wurde, die Vorteile aus der Karikatur einer kalten, schlecht eingefügten und mau durchdachten Institution ziehen.

Und der Höhepunkt stellt sich darin dar, dass - in einem digitalen Zeitalter- die erste Generation ERASMUS auftaucht, wobei Ideen zwischen europäischen Städten so wenig wie nie zuvor transportiert wurden.  Zwischen patriotischen Kreuzzügen einiger und atlantischem Tropismus anderer scheint es, als würden europäische Denker und Intellektuelle nicht mehr die Zeit haben, sich zu lesen, geschweige denn sich zu kopieren.

In diesem Frühling werden in Paris und in rund zehn anderen europäischen Städten sechs internationale, für das Format ihrer Werke anerkannte Denker zum ersten Mal über ihre Idee von Europa sprechen. Sie werden auf diese Weise neue Perspektiven und neue Wege, die es einzuschlagen gilt, eröffnen, um die Spuren eines idealen, komplett politischen Europas wieder aufzunehmen - eine gewisse Idee von Europa.

Une certaine idée de l'Europe

Paris

Sechs Konferenzen in Paris

Toni Negri
Alain Badiou
Elisabeth Roudinesco
Thomas Piketty
Myriam Revault
d'Allonnes
Patrick Boucheron

Eine Debatte auf kontinentale Ebene

Eine gewisse Idee von Europa schlägt vor, den transnationalen Dialog neu zu erfinden, indem europäische Denker auf kontinentaler Ebene mobilisiert werden.

Um einen Treffpunkt der europäischen öffentlichen Debatte zu bilden, versichern wir die Liveübertragung jeder Konferenz in mehr als zwölf anderen europäischen Städten vor.

 

Bei jeder Konferenz wird ein Intellektueller oder ein Denker vor Ort anwesend sein, um vom Ort der Übertragung auf die Vorträge der Redner zu antworten.

 

 

Auf diese bedachten und unmittelbaren Reaktionen werden die Pariser Sprecher antworten, die eine auf Französisch übersetzte Abschrift der jeweiligen Beiträge der Korrespondenten erhalten. Jede Korrespondenz wird so von der entsprechenden Verbindungsstelle ausgehen: dem öffentlichen Gespräch (veröffentlicht auf dem großen Kontinent), der Zeitung, einem Leitartikel oder sogar von dem privaten Brief.

 

Dieses System der Korrespondenzen bietet geladenen Denkern die einmalige Gelegenheit, Europa als eine Idee neu zu erschaffen und neu zu schreiben, indem es eine kontinentale Debatte freigibt, die oftmals in der gegenwärtigen politischen und intellektuellen Sphäre bitterlich abwesend scheint.

Wer sind wir?

The Group of Geopolitical Studies is an association domiciled at the Ecole Normale Supérieure, Rue d’Ulm, which gathers more than a hundred of students, young scholars and journalists.

From a singular assertion of the “géopolitique à la français”, we support the necessity of a pluri-linguistic, interdisciplinary and multi-scalar approach in order to analyze the social, economical and political contemporary crises.

Starting from the premise that the nowadays Europe has been built as an aggregate of Nation States, and that its model seems to struggle against the emerging of new nationalisms, the GEG proposes to analyse and think the Europe, searching for a way to deal with the recent wave of rejection of its institutions.

The Group of Geopolitical Studies seeks to conceive Europe as a geopolitical entity, questioning the relevance of the Nation State model and the one of a post-national beyond the frames that could damage it today.

The question at the heart of our thinking is the one of the relevant scale which allows the illustration of the european concept.

We are trying to enrich it thanks to four projects which offers theoretical elements and analysis of the news (La Lettre du dimanche, Le Grand Continent), as well as proposing new unique places for debate (Les Mardi de l’Europe et Une certaine idée de l’Europe)

Le Groupe d'études géopolitiques